» » Den plötzlichen Kindstod vermeiden - Darauf ist zu achten!
schlafendes Baby 08. August 2019 0

Pflege & Gesundheit


Atmet das eigene Kind nicht mehr, ist es das wohl schrecklichste Gefühl für frischgebackene Eltern. Ein Kindstod tritt meist plötzlich und ohne erkennbaren Grund ein. Viele Eltern sind deshalb besorgt und umsorgen das Kind rund um die Uhr – doch die Unsicherheiten bleiben. Einfache Maßnahmen können dabei helfen, den Schutz für das eigene Baby zu erhöhen und das Risiko für einen plötzlichen Kindstod zu minimieren.

Darauf ist beim Schlaf zu achten

Das Kind sollte man idealerweise in Rückenlage positionieren, wenn es schläft. So bleiben die Atemwege frei. Wichtig ist außerdem, dass Kuscheltiere, zu viele Kissen oder große Decken nicht in das Kinderbett kommen. Diese Maßnahme vermindert das Risiko einer Überhitzung und die Erstickungsgefahr wird ebenfalls reduziert. Die allgemeine Empfehlung der Raumptemperatur: 16 bis 10 Grad Celsius. Wer merkt, dass das Baby stark schwitzt und schlecht schläft und atmet, sorgt in erster Linie für eine kühlere Umgebung. Zum Schlafen trägt der Säugling lediglich eine Windel und den Schlafanzug. Auch bei Fieber achten Eltern darauf, dass das Kind nicht mit zu viel oder zu wenig Stoff auf der Haut überfordert wird.

Das Kind im eigenen Bett schlafen lassen – ja oder nein?

EinschlafritualeIn den ersten Monaten ist die Nähe der Eltern besonders wichtig für das Kind. Aus diesem Grund sollte das Kinderbett sich vor allem im ersten Lebensjahr im Elternschlafzimmer befinden. Die Vorteile: schnelleres Stillen und die Möglichkeit, das Kind zu sich zu nehmen. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn das Kind im Elternbett schlafen soll. Der Grund: Bewegen Erwachsene oder Kind sich im Schlaf, kann es zu Platzmangel, Erstickung und Einengung kommen. Wissenschaftler raten außerdem dringen davon ab, dass Babys im Bett der Eltern schlafen, wenn sie Raucher sind oder Alkohol trinken. Diese Faktoren gefährden die Gesundheit des Kindes und können zum Tod führen. Auch wichtig: Schlafsack statt Decken benutzen. Das mindert die Erstickungsgefahr!

Damit das generelle Risiko einer Gefährdung gesenkt wird, wird Eltern empfohlen, sich das Rauchen zu entwöhnen und für eine rauchfreie, gesundheitsfreundliche Umgebung zu sorgen.

Atemstillstand durch längeres Stillen vermeiden

Babys, die leichter zu wecken sind, haben ein geringeres Risiko für einen plötzlichen Atemstillstand. Wie britische Forscher nachgewiesen haben, kann man einen Kindstod vermeiden, wenn die Mutter das Kind mindestens sechs Monate – und darüber hinaus – stillt. Die Abwehrkräfte des Kindes sind so gestärkt, es wacht Nachts häufiger von selbst auf und ist damit auf der sicheren Seite.

Ist das Kind schwer zu wecken, hören Eltern rasselnde Atemgeräusche oder schreit es schrill, muss ein Arzt konsultiert werden. Auch bei anderen Auffälligkeiten – wie etwa Appetitlosigkeit, erhöhte Temperaturen oder in Extremfällen bei einer Blaufärbung im Gesicht – ist der Kinder- oder Notarzt zu informieren.

Fazit

Ein Kindstod kann unterschiedliche Ursachen haben, tritt häufig jedoch ohne wirklich erkennbaren Grund ein. Eltern können das Risiko drastisch reduzieren, indem sie auf eine kinderfreundliche Umgebung achten, das Baby in Rückenlage schlafen lassen und auf Auffälligkeiten achten. Wer sich unsicher ist, kann in der ersten Zeit die Hilfe einer Hebamme in Anspruch nehmen – bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse dafür die Kosten. Haben Eltern ein schlechtes Gefühl oder bemerken sie ungewöhnliche Veränderungen (körperlich oder am Verhalten), muss der Kinderarzt aufgesucht werden.

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