» » Windelfrei - Wie gelingt die Erziehung ohne Windeln?
ohne Windel 15. September 2017 0

Tipps & Ratschläge


Ein Kind zu erziehen bedeutet für jedes Elternpaar und jeden Elternteil etwas anderes. Dem einen sind die Schulnoten wichtig, dem anderen die Höflichkeit. Eltern setzen in ihrer Erziehung Schwerpunkte, die sich an die jeweilige Lebensphase des Kindes anpassen. Dazu gehört vermehrt auch die Frage nach dem sinnvollen Einsatz von Windeln. Immer mehr Eltern verzichten ganz oder teilweise darauf und erziehen ihr Kind windelfrei. Doch wie ist das möglich?

Kommunikation ist der Schlüssel

nacktes BabyJedes Baby nutzt die ihm gegebenen Möglichkeiten, um mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Es schreit, wenn es Hunger hat, ihm etwas weh tut oder es zur Toilette muss. Dieses Schreien unterscheidet sich jedoch, je nachdem, was die Ursache dafür ist. Eltern, die sich ein wenig Zeit geben, um die Kommunikation mit ihrem Kind zu verstehen, werden diese Unterschiede bald bemerken. Sie können so einschätzen, was das Baby braucht. Genau das ist der Schlüssel zu einer glücklichen, windelfreien Zeit. Es mag ein wenig dauern, bis Eltern ihr Kind verstehen. Die ersten vier Lebensmonate eines Kindes sind dafür jedoch perfekt geeignet, denn in dieser Zeit ist die Kommunikation des Kindes besonders stark.

So gelingt der Einstieg

Die Vorstellung, ein Baby ohne Windel zu erziehen, löst häufig Unverständnis aus. Windelfrei bedeutet jedoch keineswegs, komplett darauf zu verzichten. Im Gegenteil. Besonders zu Beginn sind diese sinnvoll, um Missgeschicke zu verhindern. Sobald Eltern die Signale des Kindes, welches sich erleichtern möchte, verstanden haben, kann die Windel weggelassen werden.

Um den Einstieg in dieses Thema zu erleichtern und eine windelfreie Zeit überhaupt möglich zu machen, sind feste Rituale eine gute Hilfe. Dabei bekommen die Kleinsten zu bestimmten Zeiten, wie beispielsweise nach dem Aufstehen und Essen oder vor dem Schlafengehen, die Möglichkeit, sich zu erleichtern. Dadurch stellt sich für beide Seiten eine Routine ein, die die windelfreie Erziehung überhaupt erst möglich macht.

Worauf ist bei der windelfreien Erziehung zu achten?

keine Windel tragenSelbstverständlich muss bei bei der windelfreien Erziehung darauf geachtet werden, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen, bevor es zu spät ist. Es gilt dann, das Kind auf ein Töpfchen zu setzen oder über die Toilette zu halten und abzuwarten. Babys gewöhnen sich in der Regel schnell daran, dass sie in dieser Situation ihren Bedürfnissen freien Lauf lassen können, sodass schon nach kurzer Zeit kleine und große Geschäfte schnell verrichten werden.

Eltern sollten jedoch beachten, dass die Zeit, die üblicherweise für das Wickeln verwendet wird, ersetzt werden muss. Wickeln stellt für Babys einen besonders intensiven Kontakt mit Mutter und Vater dar. Entfällt dies, sollten Eltern beispielsweise durch Kuscheln dafür sorgen, dass dieser Kontakt dennoch besteht.

Fazit: Windelfrei unterwegs

Windelfrei bedeutet nicht nur, auf Windeln zu verzichten, sondern auch, eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Dies ist besonders zu Beginn nicht ganz einfach, wird jedoch nach einiger Zeit mit viel Vertrauen und Liebe belohnt und schont nicht zuletzt den Geldbeutel und die Umwelt. Um anfänglichen Missgeschicken aus dem Weg zu gehen, ist es auch bei einer windelfreien Erziehung völlig legitim, eine Windel zu nutzen. Gerade bei erstgeborenen Kindern brauchen Eltern ein wenig mehr Zeit, um deren Eigenarten zu verstehen.

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